Evernote - digitales Notizbuch

Darf ich vorstellen? Evernote – dein digitales Notizbuch

Evernote ist eine Software, mit der du alle Formen von Notizen, Erinnerungen, Blogs und mehr archivieren und verwalten kannst. Du hast Zugriff auf alle deine Notizen, egal, wo du bist. Und darüber hinaus wirst du feststellen, dass sich Evernote für viele Zwecke eignet, die über das Sammeln von Notizen hinausgehen. Heute stelle ich dir die Software vor, damit du einen Überblick darüber bekommst, was Evernote auf dem Kasten hat und wofür du es einsetzen wirst.

Download und Infos zu Evernote: Offizielle Website
Informiere dich über Evernote und lade die Software herunter

Was ist Evernote?

Evernote ist 2008 gegründet worden und hat sich seitdem weiterentwickelt und verbreitet – in privaten Haushalten und Unternehmen gleichermaßen. Besonders für Autoren und kreative Menschen ist Evernote perfekt zugeschnitten, da man auf unkomplizierte Weise Notizen erstellen und verwalten kann. Du kannst für jeden Zweck Notizbücher anlegen. Somit entfallen dir deine kreativsten Ideen kaum noch, es sei denn, du versäumt, sie zu notieren – der geht allerdings auf dein Konto.

Ich nutze Evernote seit Jahren und habe es auf Tablet, Smartphone und Computer installiert. Kommt mir der goldene Einfall, landet er in der iPhone-App und gerät nicht mehr in Vergessenheit. Flotter geht es mit meinem iPad Pro, das eine angeschlossene Tastatur hat. Was ist, wenn ich nichts davon zur Hand habe? In dem Fall hilft die Browserversion, die überall abrufbar ist.

Evernote Notiz anzeigen
Mit Evernote hast du alle Notizen im Blick

Evernote ist als ein digitales Notizbuch zu verstehen. Während du bislang Geistesblitze auf Papier in einem Ordner oder Notizbuch festgehalten hast, ermöglicht dir Evernote, künftig mit Text, Fotos und Sprachaufnahmen alles Relevante für die Ewigkeit zu speichern. Ob du deinen Computer, das Tablet oder dein Smartphone verwendest, bleibt dir überlassen, denn die Software ist per Browser oder Anwendung jederzeit abrufbereit. Der Entwickler stellt Anwendungen für die gängigen Betriebssysteme (Windows, Mac, iOS und Android) bereit und Linux-Nutzer erhalten über den Browser Zugriff. Mir werden keine Grenzen gesetzt, wodurch gleichgültig ist, welches Gerät ich mitführe (meistens hat man sein Multitalent-Alleskönner, in der Fachchinesisch-Version Smartphone genannt, sowieso dabei).

Ob du die kostenlose oder die „Plus“ bzw. „Premium“-Variante verwendest, ist zunächst irrelevant. Natürlich bieten dir die kostenpflichtigen Varianten Vorteile, zu denen ich später komme.



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Die Vorteile digitaler Notizen

Bestimmt hast du in der Steinzeit deine Einfälle handschriftlich auf einem Schmierzettel oder im Notizbuch notiert und sie anschließend gesucht. Früher habe ich eine Box und leere Eisverpackung benutzt, um den Zettel-Dschungel aufzubewahren. Heute, Hand aufs Herz, kann ich darüber lachen und den Kopf schütteln. Wie unnötig … das gehört in die Abteilung „Antiquität“.

Schlimmstenfalls verlierst du den Zettel und erinnerst dich nicht, was darauf stand. Du regst dich (verständlicherweise) auf und stehst kurz vorm Losschreien! Ehrlich, das muss nicht mehr sein, denn digitale Notizbücher ermöglichen dir:

  • unbegrenzte Größe, denn dir gehen die Seiten niemals aus,
  • alles einzufügen, was du brauchst: Fotos, Audionachrichten, Anleitungen aus dem Internet,
  • Suchfunktionen, mit denen du dank Schlagwörtern oder Suchbegriffen alles wiederfindest,
  • Wege, deine Ideen oder Arbeiten mit anderen Menschen zu teilen,
  • gesteigerte Produktivität, da du die Zeit, die du bisher mit dem Sortieren und Suchen von Zetteln verbrachtest, für Sinnvolles verwendest,
  • zum Schutz der Umwelt beizutragen, da der Bedarf an Papier verringert wird und weniger Rohstoffe benötigt werden,
  • und du sparst bares Geld, indem du weniger Zettel, Stifte, Ordnungssysteme und so weiter einkaufst.

Des Weiteren wird jede Änderung, die du an einer Notiz vornimmst, automatisch von Evernote übernommen und mit deinen Geräten bei bestehender Internetverbindung synchronisiert. Durch eine Synchronisation ist derselbe Datenbestand und aktueller Inhalt auf all deinen Gerätschaften vorhanden. In Zukunft brauchst du dir keine Sorgen machen, ob das, was du geändert hast, auf dem USB-Stick oder der externen Festplatte gespeichert wurde. Zumal du nicht Gefahr läufst, die Festplatte zu vergessen und ohne deine Daten in die Welt hinausgehst.

Die Vorteile der Plus- und Premium-Dienste

Früher habe ich Evernote nicht genutzt, aber als ich angefangen habe, Notizen festzuhalten, dauerte es nicht lange, bis der Verwendungszweck über ein gewöhnliches Notizbuch hinausging. Hast du noch keine Erfahrungen mit Evernote gemacht, rate ich dir, einen Blick zu riskieren – es kostet dich schließlich nichts, es auszuprobieren. Die wertvolle Lebenszeit, die du investierst, holst du gewinnbringend heraus.

Evernote Ansicht Liste oben
Mit der Option “Ansicht Liste oben” entgeht dir nichts

Prinzipiell ist Evernote kostenfrei nutzbar, wenn du es nur für einfache Dinge verwendest. Der Tarif „Basic“ ist kostenlos, jedoch verbunden mit ein paar Einschränkungen. Auf der Website von Evernote siehst du den aktuellen Stand der Vorteile. Stand heute (Dezember 2016) kannst du deine Notizen nur auf zwei Geräten synchronisieren und maximal 60 MB pro Monat hochladen.

Mit der Zeit wirst du (wahrscheinlich) feststellen, wie häufig du das Programm nutzt und wie viele Notizbücher du anlegst. Dann lohnt sich ein Blick in die (meiner Meinung nach günstigen) Jahrestarife „Plus“ und „Premium“.

Mit „Plus“ entfällt die Hürde, nur auf zwei Geräten zu synchronisieren, da gibt es keine Grenze und das Upload-Limit wird auf 1 GB angehoben. Zudem kannst du die Notizbücher offline verfügbar machen. Dies ist beispielsweise mein gewählter Tarif. Der aktuelle Preis ist auf Evernotes Website einsehbar oder innerhalb der App als sogenannter In-App-Kauf verfügbar. Ich verwende Evernote auf meinen vier Apple-Geräten (iMac, MacBook, iPhone und iPad Pro), womit der „Basic“-Tarif aufgrund der Geräteanzahl für mich uninteressant ist.

60 MB im Monat mögen eng werden, wenn du Evernotes Webclipper häufig benutzt, um Artikel aus dem Internet als Notiz abzuspeichern, und viele Dateien wie Fotos oder PDFs hochlädst. Mit der „Plus“-Mitgliedschaft habe ich keines der Probleme.

Bei „Premium“ liegt das Limit bei 10 GB. Du erhältst mehr Suchfunktionen und weitere Features von Evernote (z. B. Kommentieren von PDFs, erweiterter Support des Entwicklers, Scannen und Digitalisieren von Visitenkarten).



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Wofür kann ich Evernote einsetzen?

Da die Software außergewöhnlich flexibel ist, hast du eine breite Palette an Einsatzgebieten. Lass mich ein paar Beispiele nennen, wofür ich Evernote täglich nutze (zukünftig folgen Beiträge zu einigen Evernote-Möglichkeiten!):

  • Digitales Notizbuch für meine Buchprojekte
  • Digitales Lexikon für eine Vielzahl an Themen, die mich interessieren (inkl. Anleitungen/Tutorials aus dem Internet)
  • Archivierung von Beiträgen aus Blogs, die ich regelmäßig lese (Evernote Webclipper)
  • Ideenarchiv für Einfälle, die noch nicht zugeordnet werden können
  • ToDo-Listen für spezielle Projekte oder Aufgaben
  • Archivierung von Fotografien aus Artikeln und „Scans“, die ich mit der Kamera meines iPhones gemacht habe
  • Aufbewahrung von Fotos, die zu erledigende Aufgaben enthalten
  • Übersichten und Checklisten erstellen für regelmäßige Tätigkeiten
  • Als Notizbuch für eine Art „Auffangbecken“ aller Notizen, die ich anderen Projekten oder Programmen, z. B. meinem Archiv in Scrivener, zuordnen muss
  • Als Erinnerung an spezielle Notizen/Projekte

Der nächste Schritt heißt Evernote

Jeder Mensch ist individuell und so wirst du Verwendungszwecke finden, die deinen Bedürfnissen entsprechen. Theoretisch kannst du Evernote zum Schreiben eines Romans verwenden. Von den Einsatzgebieten im Job abgesehen: Verwaltung von Zeitungsartikeln, Geschäftsbriefen/-unterlagen, Werbeplanung, Budget-Planungen und mehr. Während der Ausbildung oder des Studiums ruft Evernote zum Mitschreiben auf, da für jedes Fach ein Notizbuch angelegt werden kann. Damit hilft dir die Software, dein Arbeitsleben auf den Kopf zu stellen und besser denn je zu ordnen. Deine Informationen sind nur eine Suchleiste entfernt.

Wichtig zu erwähnen: Datenschutz. Je nachdem, in welchem Job du tätig bist, könnten die Auflagen an den Datenschutz besonders hoch sein und es empfiehlt sich, im Vorfeld zu klären, ob Evernote in deinem Berufsfeld verwendet werden darf. Möglich sind rechtliche Grenzen zum Schutz der sensiblen Informationen, da Evernote die Daten auf einem zentralen Server, möglicherweise im Ausland, speichert und abgleicht.

Vorbei sind die Zeiten aufgequollener Aktenordner und sperriger Regale. Neben dem praktischen Nutzen wirst du entdecken, wie viel Ordnung auf dem Schreibtisch und im Büro entsteht – und zwar als passive Folge durch den Einsatz eines Multitalents wie Evernote. Ja, ich schwärme von Evernote, das stimmt. Mal sehen, wann es bei dir soweit ist!

In meinem nächsten Beitrag helfe ich dir, die ersten Schritte in Evernote hinter dich zu bringen und dir eine produktive Arbeitsumgebung einzurichten. Damit gelingt es dir, schnellstmöglich und stressfrei zu starten. Bis dahin eine Hausaufgabe: Lade die Software herunter und probiere sie aus.


Hast du Erfahrungen mit Evernote gesammelt und wozu nutzt du es? Gefällt dir das Programm? Teile jetzt deine Meinung unten in den Kommentaren oder auf Facebook mit uns! Ich werde da sein, wenn du es bist.


Marcel Niggemann

Über

Marcel Niggemann ist als Kaufmann im Einzelhandel in einer PC- und Multimedia-Abteilung tätig. Er weist eine über 20-jährige Erfahrung im EDV-Sektor auf. Seit 2008 veröffentlicht er Romane sowie Ratgeber und führt seit 2017 diesen Blog.