Denk nicht nach, erledige es heute

Denk nicht nach, erledige es heute!

Eines habe ich mit der Zeit gelernt: Stunden mit dem Nachdenken zu verbringen … ist sinnlos. Die Planung von Projekten ist damit nicht gemeint, sondern die vielen kleinen Tätigkeiten und Aufgaben, die tagtäglich anfallen. Vielmehr die Überlegung, die dazu führt, ob du jene Aufgaben erledigst oder aufschiebst. Gewöhn dir an, spontan zu werden und aus dem Bauch heraus zu entscheiden.

Beispiele

Situation 1: Du überlegst, was du im Haushalt machen sollst und womit du anfängst. Verdammt, soll ich zuerst die Wäsche wegräumen oder vorher staubsaugen? Hmm. Der Müll muss auch noch raus.

Situation 2: Ich habe nur noch eine halbe Stunde Zeit. Lohnt es sich, mit der Aufgabe anzufangen? Wenn ich jetzt anfange zu schreiben, wie weit komme ich dann? Oder soll ich warten? Das macht doch keinen Sinn oder?



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Erst denken, dann handeln

Natürlich gehört das Nachdenken zum täglichen Geschäft und du hast im Leben gelernt, erst nachzudenken, ehe du handelst. Stell dir vor, du würdest stets deine Meinung raushauen, ohne vorher nachzudenken. Geeignete Worte finden, den Gedanken sortieren, überlegen, wie sinnvoll Kritik an der Stelle ist und erst dann, ja erst zum Schluss dieses Prozesses, da äußerst du deine Meinung. Den provokanten Rest, der dich ins schlechte Licht rückt, behältst du für dich.

In beiden Beispielsituationen ist es normal, dir einen inneren Plan zurechtzulegen, bevor du handelst. Ehe du loslegst, organisierst du im Gedanken, was ansteht und in welcher Reihenfolge du die Aufgaben abarbeitest. Problematisch wird es, wenn du damit mehr Zeit als nötig verbringst – oder sogar mehr Zeit, als die Erfüllung der eigentlichen Aufgabe in Anspruch nimmt.

Wieso denkst du lange nach?

Aufgaben aus dem Haushalt lassen sich planen. Erstelle dir einen Wochenplan und du musst nicht jedes Mal aufs Neue grübeln, wie du vorgehst. Gewöhn dir an, loszulegen. Je mehr du aufschiebst, desto mehr stapelt sich oder Frust breitet sich in deinen Gedanken aus. Starte mit dem Kampf gegen die Prokrastination (auch Aufschieberitis genannt) noch heute!

Am Beispiel des Haushalts ist es egal, in welcher Reihenfolge du vorgehst. Fang an und du wirst schneller fertig! Fünf Minuten investierte Zeit in den Gedankenprozess sind fünf Minuten, die du für das Weglegen der Wäsche brauchen würdest. Mangelt es dir an der Lust, die Sache in Angriff zu nehmen?

Dann mach es dir zur Gewohnheit, an bestimmten Tagen bestimmte Aufgaben zu erfüllen (Wochenplan). Dadurch denkst du nicht mehr an die Unlust, du erledigst den Job. Die meisten Menschen strengen ihren Kopf zu lange an, ob sie etwas kaufen oder erledigen sollen, statt es zu tun. Die Zeit und Energie, die du in das Nachdenken investierst, lässt sich für deine Entspannung nutzen und schont dein rauchendes Köpfchen. Zudem hast du am Tagesende nicht das Gefühl, mal wieder nichts erreicht zu haben. Die Gewissensbisse entfallen, weil du Ziele erreichst.




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Die Macht der Zeit

Situation 2 zeigt eine typische Szene aus dem Alltag eines Büroangestellten oder Autors. Innerhalb von dreißig Minuten schafft man doch nichts! Was willst du da reißen? Das Projekt ist riesig und umfangreich, auf mehrere Monate ausgelegt – was bringt die halbe Stunde?

Okay, hier denkst du wieder zu viel nach. Es sind trotzdem dreißig Minuten, die du dem Ziel näherkommst. Minuten, die du sonst nichts tun würdest, um Fortschritte zu erzielen. Überleg mal, wie viel Zeit du wegwirfst, wenn du jeden Tag in der Woche dreißig Minuten aus dem Fenster schleuderst. Das sind (Wochenende nicht mitgezählt) 5 Tage x 0,5 Stunden = 2,5 Stunden. In 2,5 Stunden lässt sich ein guter Film anschauen, Dutzende Mails beantworten oder als Autor die eine oder andere Seite schreiben.

Auf der anderen Seite eignen sich dreißig Minuten nicht für umfangreiche Tätigkeiten, für die kleinen Dinge jedoch schon. Gerade der „Kleinscheiß“ frisst deine Zeit, von daher entwickelst du dich zu einem ausgezeichneten Planer, sie in solche Zeiträume zu drängen. Fokussiere dich auf die wichtigen Ziele und hake den „Kleinscheiß“ ab, wenn Luft ist.

Gewöhn dir an: „Denk nicht nach, erledige es heute!“


Kennst du das Problem vom Nachdenken und hast Tipps für uns? Teile jetzt deine Meinung unten in den Kommentaren oder auf Facebook mit uns! Ich freue mich darauf, von dir zu hören!


Marcel Niggemann

Über

Marcel Niggemann ist als Kaufmann im Einzelhandel in einer PC- und Multimedia-Abteilung tätig. Er weist eine über 20-jährige Erfahrung im EDV-Sektor auf. Seit 2008 veröffentlicht er Romane sowie Ratgeber und führt seit 2017 diesen Blog.