Heute ist mein Tag: Ich überwinde die Schreibblockade!

Heute ist mein Tag: Ich überwinde die Schreibblockade!

Eine Schreibblockade hält dich davon ab, dein Ziel zu erreichen und kostet dich wertvolle Lebenszeit. Dabei gibt es Lösungsansätze, wie du der Schreibblockade die kalte Schulter zeigst. Nebenbei sind meine Vorschläge leicht umzusetzen: mache den Anfang und geh den Schritt!

Was ist eine Schreibblockade?

Kaum ein Autor kann sich davon freisprechen, nicht mindestens eine Schreibblockade erlebt zu haben. Mal ist es nur eine kleine Hürde, die du nimmst, weil du nicht weiter weißt. Diese eine, ganz besondere Stelle hält dich auf und du grübelst, wie du weitermachst. In wenigen Minuten findest du zur Lösung und schreibst munter weiter.

Im Gegensatz zur kleinen Blockade, die ein bisschen Denkarbeit erfordert, gibt es noch die ausgewachsene Schreibblockade. Sie ist das Monster aus deinen Albträumen. Du weißt weder vor. Noch zurück. Noch links oder rechts. Alles kommt zum Stillstand.

Plötzlich ist alles interessanter: Straße fegen, Fenster putzen, das Aufräumen. Stunden oder Tage vergehen, in denen du nicht weitermachst, weil es an dem einen Punkt stockt. Mit den folgenden Methoden schaffst du es, Fortschritte zu machen und die Schreibblockade in Einzelteile zu zerschmettern. Pack die Boxhandschuhe aus, es geht los!



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Methode 1: Schwachsinn schreiben

Ich sage dir bewusst, du sollst Schwachsinn schreiben. Ziel dieser Methode ist es, auf Biegen und Brechen weiterzumachen. Lasse deine Figur irgendetwas machen, auch wenn es hohl ist und keinen Sinn ergibt. Den Absatz markierst du farblich oder setzt dir ein Lesezeichen für die Überarbeitung (ja, du kehrst später hierhin zurück).

Entscheidend ist, deine Geschichte fortzuführen. Egal, wie. Sobald du aufhörst, darüber nachzudenken und weiterschreibst, arbeitet dein Unterbewusstsein an der Lösung (lies dir meinen Artikel über deinen kreativsten Mitarbeiter durch). Die Fortsetzung der Geschichte mag dir die Lösung wie von Geisterhand präsentieren. Am Ende lachst du darüber, warum du gestolpert bist.

Methode 2: Mehr Planung im Voraus

Hast du deinen Plot im Voraus geplant oder bist du ein entdeckender Schreiber (hier ist mein Artikel über Plotter und Discovery Writer)? Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber liegt die Ursache deiner ausgeprägten Schreibblockade vielleicht an mangelnder Planung vor dem Schreibprozess? Ergibt die Geschichte am Zeitpunkt der Blockade einfach keinen Sinn, Zusammenhänge fehlen oder du wirfst mehr Fragen auf, als du sie beantwortest? Überträgt sich die Verwirrung in der Geschichte allmählich in deinen Kopf – oder kommt es dir nur so vor?

Ändere deine Planung beim nächsten Projekt, indem du zumindest die Schlüsselpunkte des Plots vorausplanst. Wenn Planung dich kreativ hemmt, setze dir die wichtigsten Meilensteine deines Plots und hangele dich von A nach B zu C. Steht die Grundstruktur deines Plots, weißt du innerhalb jedes Absatzes, wohin die Geschichte führt. Allgemein nennt man dies den roten Faden der Geschichte.



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Methode 3: Schreib dich warm

Ignoriere zunächst deine Schreibblockade in Kapitel X und widme dich einer anderen Szene, die darauf folgt. Hilft auch nicht, weil alles aufeinander aufbaut?

Alternativ schreibe eine x-beliebige Kurzgeschichte, die mit deinem Buch zu tun hat, ohne die Geschichte jemals verwenden zu wollen. Flechte das Problem darin ein und setze es in einen anderen Kontext. Ergibt sich für dich die Lösung im Laufe der Kurzgeschichte, ergänzt du sie schlicht in der Hauptgeschichte.

Das A und O von Methode 3 ist, ungezwungen zu schreiben. Dein produzierter Text muss weder Sinn ergeben noch relevant für die Hauptgeschichte sein. Sie muss bloß im selben Universum angesiedelt sein und das grundlegende Problem deiner Schreibblockade beinhalten. Rede dir ein, wie unwichtig die Übung ist und sie nicht verwendet werden wird. Grammatik, Sprache und Rechtschreibung sind irrelevant.

Methode 4: Per Zufallsgenerator zum Erfolg

Notiere Begriffe, Figuren und den behandelten Konflikt deiner Schreibblockade auf einem Zettel oder Karteikarten. Verwende Begriffe von Objekten aus deiner Geschichte und deren Welt. Trage nun mögliche Probleme auf den Karteikarten ein. Lege sie in zufälliger Reihenfolge bunt gemischt auf deinen Schreibtisch.

Nun verbindest du die Begriffe gedanklich miteinander und bildest Zusammenhänge. Entstehen neue Ideen bei dir? Schießen Geistesblitze aus dem Nirwana hervor? Notiere sie und nutze sie, um die Schreibblockade zu erledigen.



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Methode 5: Frage um Rat

Jetzt kommt der klassische Tipp: Ratschläge deiner Freunde oder anderer Autoren. Sie kennen deine Geschichte nicht so gut wie du und denken anders, bringen frischen Wind in die Sache und sind hilfsbereit. Erkläre ihnen in Kurzform, worum es in der Szene geht und woran du dir den Kopf zerbrichst.

Suche dir Facebook-Gruppen oder Schreibgruppen in deiner Nähe. Scheu dich nicht, sie zu fragen. Kein Mensch ist perfekt, keiner weiß alles und jeder ist in der Lage, die Grenzen der Kreativität zu sprengen. Umsonst haben die Gruppen nicht große Zuläufe. Facebook kann so zu einer Quelle werden, der du dich nicht verschließen solltest.

Das Ende der Schreibblockade

Erkennst du, worin deine Hemmung begründet ist? Starte Gegenmaßnahmen, um sie künftig zu unterbinden. Viele Autoren fühlen sich zu eingeschränkt, wenn sie viel im Voraus planen. Auf der anderen Seite mögen wir Menschen Strukturen, denen wir folgen dürfen.

Löse den Druck von deinen Schultern. Der erste Entwurf ist nicht die finale Fassung. Oberstes Ziel ist das Wort ENDE auf der letzten Seite deines Entwurfs, nicht die Perfektion oder Qualität der Endfassung.

Mein Tipp: Schreibblockaden existieren allein in deinem Kopf. Denke außerhalb der Box und ziehe Dinge in Betracht, welche du vorher ausgeklammert hast. Hauptsache, du machst irgendwie weiter und kehrst im Nachhinein an die Baustelle zurück. Nicht aufgeben lautet die Devise.


Leidest du oft unter Schreibblockaden? Teile jetzt deine Meinung unten in den Kommentaren oder auf Facebook mit uns! Sagen wir zusammen der Schreibblockade den Kampf an!


Marcel Niggemann

Über

Marcel Niggemann ist als Kaufmann im Einzelhandel in einer PC- und Multimedia-Abteilung tätig. Er weist eine über 20-jährige Erfahrung im EDV-Sektor auf. Seit 2008 veröffentlicht er Romane sowie Ratgeber und führt seit 2017 diesen Blog.