Ich möchte Autor werden - Jetzt wird gelernt

Ich möchte Autor werden #1: Jetzt wird gelernt!

Du möchtest Autor werden? Du hast dich entschieden, ein Buch zu schreiben. Wunderbar! Ich freue mich, dich dabei unterstützen zu dürfen. Aus eigener Erfahrung ist mir bewusst geworden, wie wichtig es ist, sich einige Grundlagen anzueignen. Heute folgt so etwas wie ein Vorwort und ich schweife bewusst ein wenig vom roten Faden ab. Viel Spaß beim Lesen!

Endlich Autor werden!

In meiner neuen Artikelserie werde ich dir Schreibratgeber vorstellen, die du auf jeden Fall gelesen haben solltest, bevor du dich an dein erstes Buch heranwagst. Als ich angefangen habe, Romane zu schreiben, habe ich mir um viele Dinge noch keine Gedanken gemacht und munter geschrieben.

Wenn ich heute auf meine ersten fünf Romane zurückblicke, so erkenne ich deutliche Fehler und Schwächen darin. Klar, ich wusste es ja nicht besser. Ich kannte die Regel nicht, gegen die ich verstieß. Autor werden hat im Vordergrund gestanden, um große Geschichten zu erzählen. Das Überarbeiten habe ich dazu benutzt, Rechtschreibfehler zu finden und Passagen abzuändern oder zu ergänzen (gestrichen wurden höchstens Sätze oder kleinere Absätze, keine vollständigen Szenen).

Den roten Faden habe ich kaum im Auge behalten, viel zu sehr war ich fasziniert von meiner Geschichte und den Figuren. Ich wollte unbedingt mehr zeigen, als (nach heutigem Wissensstand) nötig war.

Autor werden – das war seit jungen Jahren ein Traum von mir und meiner Geistesblitz-Fabrik auf dem Hals. Dank des Selfpublishing ein nobles, erreichbares Ziel.



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Warum die Geschichtsstunde?

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – der Spruch ist älter als jeder von uns und dennoch ist er topaktuell. Die letzten vier Jahre habe ich genutzt, um mich gehörig fortzubilden und ein eigenes Buchplanungssystem zu entwickeln (mehr dazu wird später folgen, vielleicht dieses oder kommendes Jahr in Form eines Ratgebers).

Je mehr ich gelesen habe, desto mehr wurde mir bewusst, was ich „falsch“ gemacht habe. Ich habe einen Teufel getan, mich als Meister zu sehen – das bin ich auch durch das Lesen der vielen Ratgeber nicht geworden. Vielmehr beginnt für mich nun die Phase, in der auffällt, dass sich das vermittelte Wissen in den Schreibratgebern wiederholt. Theorie ist gut, Praxis ist besser.

Nach meiner Ausbildungsphase widme ich mich nun meinen Buchprojekten zu und setze das Fachwissen in der „echten Welt“ ein. Hätte ich vorher all diese Schreibratgeber gelesen und dann gefragt: „Will ich Autor werden?“ – ja, das hätte ich trotzdem gewollt. Nur professioneller, ausgestattet mit dem nötigen Handwerkszeug. Deswegen ist meine Geschichte so interessant für dich. Wenigstens ein paar Ratgeber vor dem Schreiben zu lesen, wird dir nicht schaden und es dir einfacher machen, meine Anfangsfehler zu vermeiden.



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Bevor du beginnst …

„Du darfst die Regeln brechen – wenn du sie kennst.“ So ähnlich lauten immer wieder Weisheiten in den Schreibratgebern zum Thema Autor werden. Keine Regel ist in Stein gemeißelt. Kennst du den Spruch? Natürlich. Und auch er ist immer noch topaktuell.

Es gibt kein Erfolgsrezept für einen Bestseller. Wer dir das garantiert, der lügt. Das ist leider Fakt. Egal, ob du ihm dein Geld in den Rachen wirfst, er nutzt dich nur aus. Dein innerer Schweinehunde suggeriert dir vieles, das nützlicher ist. Eine Checkliste mag die Qualität deiner Werke steigern, aber keine Liste der Welt verspricht und garantiert, einen Bestseller zu landen. Wer Regeln kennt und befolgt, wird seltener vom Weg abkommen und dem roten Faden in Richtung Ziellinie folgen.

Bevor du beginnst, empfehle ich dir Wissen zum Thema Story Building (Plotstrukturen, Plotentwicklung, Plotmuster/Masterplots), Figurenentwicklung, Spannung, Gliederung und vor allem Sprache anzueignen. Ich werde dir passende Empfehlungen geben und kurz beschreiben, warum ich die vorgestellten Schreibratgeber so genossen habe, dass sie in Erinnerung geblieben sind.

Rechtschreibung ist schon wichtig und so, denn wer häufig über diene Wortfähler stohlpert, der wird kauhm Lust am Lesen habben. Ja, der Satz ist ein bisschen übertrieben und holprig, aber demonstriert dir, wie lange du brauchst, ihn zu lesen. Schlicht, weil er falsch ist. Keiner würde einen Roman lesen, der in solch chaotischem Stil auf 300 Seiten oder länger verfasst wird. Auch hier gilt der Spruch zum Thema Regeln brechen, sofern man sie kennt. Brichst du sie bewusst, okay. Brichst du sie allerdings, weil sie dir nicht geläufig sind, ist es schlecht (sofern es jemand merkt).



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Wie geht es weiter?

Du willst ein Experiment starten? Gut, bin dabei! Solltest du zu ungeduldig sein, vor dem Schreiben erst die Schreibratgeber zu lesen, fang sofort an. Nur nicht am Ende die Veröffentlichung erwägen. Sieh das, was du während deiner Vorbereitungsphase zum Autor werden produzierst als Testlauf an. Mehr nicht. Veröffentlichungsreif ist es danach auf gar keinen Fall. Außer … du brichst die Regel und bist der wahrhaftige, vom Himmel gefallene Meister.

Am Ende deiner Lernphase überprüfst du, was nicht so gelungen an deinem Text ist und machst es beim ersten richtigen Romanprojekt besser. Fertige sozusagen ein Reboot an (um ehrlich zu sein, genau das habe ich mit meinem aktuellen Projekt getan: einen Neustart).

Im nächsten Artikel folgen die ersten Schreibratgeber. Wir sehen uns dann wieder!


Hast du sofort losgelegt? Lernst du gerne dazu, wenn es dir behilflich ist, deinen Traum auszuleben? Teile jetzt deine Meinung unten in den Kommentaren oder auf Facebook mit uns! Wir möchten den Weg gemeinsam gehen und dir unter die Arme greifen.


Marcel Niggemann

Über

Marcel Niggemann ist als Kaufmann im Einzelhandel in einer PC- und Multimedia-Abteilung tätig. Er weist eine über 20-jährige Erfahrung im EDV-Sektor auf. Seit 2008 veröffentlicht er Romane sowie Ratgeber und führt seit 2017 diesen Blog.