Lohnt sich ein Software-Abo für mich

Lohnt sich ein Software-Abo für mich?

Die Zahl der Unternehmen, die ein kostenpflichtiges Software-Abo anbieten, steigt kontinuierlich an. Sie versprechen dir, durch das Abonnement Geld zu sparen oder preisen dir Zusatzfunktionen an, in deren Genuss nur monatlich oder jährlich zahlende Kunden kommen. Lohnt es sich, ein Software-Abo abzuschließen oder rentiert sich der Kauf einer dauerhaft gültigen Lizenz?

Was ist ein Software-Abo?

Ich bin überzeugt, du kennst Abonnements von Zeitschriften oder Medien wie Netflix, Amazon Prime und den anderen Vertretern. Gegen eine monatliche oder jährliche Gebühr erhältst du Zugriff auf die Funktionen, die im Abonnement-Vertrag enthalten sind. Relativ neu sind Software-Abos von Unternehmen wie Microsoft (Office 365), Evernote (Plus und Premium) oder Adobe (Creative Cloud).

Bis heute hast du eine Softwarelizenz für die Summe X erworben und konntest sie über Jahre hinweg nutzen, ohne erneut zur Kasse gebeten zu werden. Theoretisch war es dir möglich, die erworbene Lizenz zu nutzen, bis die Software nicht mehr unterstützt wird und du gezwungen bist, eine frische Lizenz für eine neue Version zu erwerben.

Und hier kommen die Software-Abos ins Spiel. Statt des Kaufs einer Dauerlizenz erwirbst du hier Lizenzen auf monatlicher oder jährlicher Laufzeitbasis und darfst die Software solange nutzen, wie du bezahlst.

Für die Entwickler ist der Aufwand deutlich geringer, da weniger alte Versionen im Umlauf sind. Gibt es irgendwann nur noch Software-Abos, entfallen die Kosten für die Produktpflege alter Versionen. Theoretisch wäre jeder Anwender auf dem neuesten Stand, auch Kompatibilitätsprobleme würden nicht mehr existieren.

Aber lohnt sich das für dich? Oder zahlst du am Ende deutliche Aufpreise gegenüber dem Einzelkauf?

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Der Sparvorteil hängt vom Einzelfall ab

Die pauschale Antwort, ob sich ein Software-Abo für dich lohnt oder ob du am Ende ordentlich drauflegst, werde ich dir schuldig bleiben. Denn es hängt vom individuellen Einzelfall ab. Jemand, der nur sporadisch ein Programm einsetzt, beispielsweise Microsoft Word, um mal einen Brief zu schreiben und sonst kein Programm des Pakets nutzt, ist mit der Dauerlizenz besser dran. Vielnutzer profitieren von den Zusatzfunktionen, die die Produktivität steigern.

Berücksichtige folgende Punkte bei deiner Entscheidung, ob sich das Abonnement rentiert:

  • Für wie viele Geräte benötigst du eine Lizenz? Wie viele Geräte deckt die Dauerlizenz beim einmaligen Kauf und wie viele das Abonnement ab?
  • Bietet dir das Software-Abo einen Mehrwert gegenüber dem Einzelkauf? Sind Zusatzfunktionen und Dienste enthalten, die du nutzen würdest? Nur weil viel drin ist, heißt das nicht, dass du alles davon praktisch einsetzt.
  • Stelle die Kosten der Dauerlizenz und des Abos kurz gegenüber, selbst wenn du ein Mathe-Muffel bist. Gehe hierbei von drei Jahren Nutzungsdauer aus (in dieser Zeitspanne erscheint fast immer eine neue Software-Version).
  • Vergleiche die Kosten, sofern monatliche und jährliche Abonnements angeboten werden. Meistens sind Jahreslizenzen günstiger als monatliche Gebühren (Zusatzersparnis).

Die Vorteile von Software-Abos

Auch hier ist eine pauschale Aussage nur indirekt möglich. Bevor du ein Abonnement abschließt, empfiehlt sich ein Blick in den Leistungsumfang. Der Verkäufer vor Ort kann dir die Unterschiede erläutern, falls du unsicher bist.

Im Regelfall hast du einen großen Pluspunkt bei Software-Abos: Updates/Aktualisierungen. Du erwirbst keine Lizenz der aktuellen Version zum Kaufzeitpunkt, sondern erhältst dauerhafte Updates. Kommt eine neue Hauptversion heraus, ist diese als kostenfreies Update für Abonnenten verfügbar.

Beispiel:
Du kennst das Prinzip von Microsoft Office: Version 2007, 2013, 2016 und so weiter. Verfügst du über das Microsoft Office 365-Abonnement und eine neue Version erscheint, so lässt sich diese einfach herunterladen – ohne Mehrkosten.

Auf diese Weise bleibst du immer aktuell und brauchst dir um Sicherheitsupdates oder Support-Einstellung keine Sorgen zu machen. Außerdem stehen dir alle Funktionen ohne Einschränkungen zur Verfügung (je nach Abonnement). Dabei guckt keiner mehr in die Röhre und denkt: „Ach, die Funktion hätte ich auch gerne. Dafür jetzt die neue Version kaufen?“

Auf der Kostenseite sind Abonnements oft günstiger als der Einzelkauf, vorausgesetzt du bist ein Vielnutzer, hast mehrere Geräte (stationär und mobil, Familie etc.) und das Software-Abo erlaubt die Installation auf mehreren Geräten.

Netter Nebeneffekt: Staubfänger fallen weg. Irgendwann, wenn die Dauerlizenz ausgedient hat, liegt sie als Staubfänger in der Ecke. Ich erinnere mich daran, beim Ausmisten eine alte Microsoft Office-Lizenz von 2003 in der Hand gehalten zu haben, bei der man automatisch das Gefühl bekommt, sie umsonst gekauft zu haben, wenn sie am Ende im Müll landet. Bei einem Software-Abo ergatterst du dauerhaft einen Gegenwert, ohne etwas wegzuwerfen.



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Wo bekommt man solche Software-Abos?

Entweder beim Software-Vertrieb bzw. Entwickler oder im Handel. Manche Software wird nur vom Entwickler angeboten, wobei du über Apps oder über die eigene Website das Abonnement abschließt.

In Online-Shops findest du entweder Produktschlüssel, die dir per E-Mail zugesendet werden oder erhältst dieselben Pappkarten wie im Einzelhandel, auf denen der Produktschlüssel abgedruckt ist. Der Trend geht in Richtung Karten statt umfangreicher Boxen, auch die CD/DVD als Medium entfällt häufig. Die Software wird per Download heruntergeladen.

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Wie du siehst, bedeuten Abonnements nicht automatisch hohe Kosten und Mehrausgaben. Lass dich einfach beraten und dir wird geholfen, produktiver und entspannter zu arbeiten.


Welche Meinung hast du von Software-Abos? Worin siehst du die größten Chancen für deine Arbeit? Teile jetzt deine Meinung unten in den Kommentaren oder auf Facebook mit uns! Lass uns gemeinsam schlauer werden!


Marcel Niggemann

Über

Marcel Niggemann ist als Kaufmann im Einzelhandel in einer PC- und Multimedia-Abteilung tätig. Er weist eine über 20-jährige Erfahrung im EDV-Sektor auf. Seit 2008 veröffentlicht er Romane sowie Ratgeber und führt seit 2017 diesen Blog.