Ratschlag des Monats: Tagebuch führen und Erfolge festhalten

Ratschlag des Monats: Tagebuch führen und Erfolge festhalten

Tagebuch führen als Autor – ist das sinnvoll oder Quatsch? Verwendest du die richtige Technik, hebt ein kurzer Tagebucheintrag von höchstens fünf Minuten deine Motivation an und du wirst produktiver!

Tagebuch führen für Anfänger

Es ist das erste Mal in meinem Leben. Noch nie zuvor habe ich ein Tagebuch geführt. Ja, ich protokolliere meine Arbeiten am Buchprojekt „Schatten der Todesnacht“, um später einen Schreibratgeber daraus zu machen. Nein, bislang habe ich nie einen Gedanken an ein Tagebuch verschwendet.

Inzwischen mache ich täglich einen Eintrag in meiner iPad-App. Tagebuch führen ist mit der App „Day One“ gar nicht kompliziert. Damit nicht jeder meine streng geheimen Einträge lesen kann und ich ihn im Anschluss töten müsste, habe ich einen Code eingestellt.

Feste Uhrzeiten für den Eintrag habe ich nicht festgelegt. Längen habe ich auch nicht definiert. Es ist rein optional und keine Pflicht. Allerdings belohne ich mich, wenn ich am Ende der Woche den Haken bei „Tagebuch führen“ in meiner Zeiteinteilung setze und mache einen Strich in meiner Belohnungsliste.

Digital oder handschriftlich? Die Entscheidung bleibt dir überlassen. Wenn du es schriftlich machst, wähle ein Tagebuch oder Notizbuch, das dir gefällt, damit das Eintragen mehr Spaß macht. Tagebuch führen soll nicht zur lästigen Pflicht werden, sonst lass es gleich sein und investiere die Minuten in dein Buchprojekt oder deine Weiterbildung als Autor.

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Was trage ich in mein Tagebuch ein?

Beim Tagebuch führen kommt es nicht auf die Länge an. Vor allem nicht darauf, wie viele Füllwörter du einfügst, wie schlecht es geschrieben ist oder ob die Grammatik den Richtlinien entspricht. Wer außer dir wird das jemals lesen?

Ich beginne die Einträge meist mit einem einfachen „Hey“, weil ich „Hey liebes Tagebuch“ dann doch kitschig finde. Mit dem Tagebuch will ich keinen beeindrucken, sondern mir Dinge von der Seele schreiben, über die ich mir Gedanken mache und irgendwann darauf zurückblicken. Auch für Buchideen oder Geistesblitze ist Platz, wobei du diese bei Gelegenheit nicht in den Einträgen versauern lassen solltest.

Den Beginn machen bei mir oft die schlechten Erlebnisse im Alltag oder beim Schreibprozess. Denn wenn die schlimmsten Patzer am Anfang stehen, so wird es nur noch besser. Ich beende jeden Eintrag mit etwas Positivem. Hierdurch förderst du dein Empfinden, wie positiv dein Leben ist und wie viel du eigentlich am Buchprojekt schaffst. Dir wird vor Augen geführt, von niemand geringerem als dir selbst, wie viel Gutes im Tag steckt und wie erfolgreich du bist. Keiner redet dir was anderes ein.

Manchmal, so wie jetzt die Tage, beende ich einen Eintrag, in dem ich meine Vorfreude ausdrücke und mich noch mehr anstachele. Diesmal ging es um den Start. Der Tag, an dem ich anfange, den Ersten Entwurf für „Liebe der Todesnacht“ zu schreiben, einem Experiment als Discovery Writer (nur neun Stunden Planung mitsamt den Grundpfeilern des Plots). Ja, ich brenne für diese Geschichte! Saumäßig!

Im Hinterkopf schwebt der Gedanke, wie unser Gehirn schriftliche Zielsetzungen gegenüber den geistigen bevorzugt: Priorität hat das geschriebene Wort. Ob Tagebuch führen meine Motivation steigert? Ja, denn so reflektiere ich den Tag und sehe das Verhältnis von negativen und positiven Erfahrungen – und stelle fest, dass oft die negativen Erlebnisse zu viel Raum haben, sich zu entfalten. Obgleich die Folgen von diesen Erlebnissen kaum spürbar sind (nur im Kopf). Dem wirke ich durch die darauffolgende positive Haltung entgegen.




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Tagebuch führen als Gewohnheit

Sobald du dir angewöhnst, jeden Tag wenigstens ein paar Sätze zu schreiben, wird auch das Tagebuch führen zur Gewohnheit für dich werden. Wie bei allen Neuerungen denkst du anfangs darüber nach, später machst du es vollautomatisch. Gewöhne dich ans Tagebuch führen innerhalb von knapp 21 bis 30 Tagen.

Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, die Eintragungen kurz vor dem Schlafengehen zu machen. Mal kurz, mal länger, je nachdem, was ich mir selbst mitteilen möchte.

Probiere es aus! Probieren geht über studieren. Sagt dir das Tagebuch führen gar nicht zu, lässt du es sein und darfst ruhigen Gewissens behaupten, es versucht zu haben.

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Kommt das Tagebuch führen für dich in Frage? Teile jetzt deine Meinung unten in den Kommentaren oder auf Facebook mit uns!


Marcel Niggemann

Über

Marcel Niggemann ist als Kaufmann im Einzelhandel in einer PC- und Multimedia-Abteilung tätig. Er weist eine über 20-jährige Erfahrung im EDV-Sektor auf. Seit 2008 veröffentlicht er Romane sowie Ratgeber und führt seit 2017 diesen Blog.